Bahnhofsmusikanten

Frank Müller: „Und die Bahnhofsmusikanten schweigen“, 352 Seiten, gebunden, 29,90.

Alles scheint wie immer.

Der Erste Bürgermeister, Oskar Hätgen, liefert sich im Fernsehstudio wenige Tage vor der Wahl ein hitziges Rededuell mit der Bausenatorin Arbida Shawn, seiner ehemaligen Geliebten. Als er gerade droht, die Umweltpolitikerin mit Fröschen zu bewerfen, erschüttert die Nachricht von einem brutalen Mord im Hamburger Bahnhofsmilieu die Stadt. Der beliebte Kioskbesitzer Hein Fiet wurde erstochen, ihm der Kopf abgetrennt und die linke Milz entfernt. Was zuerst wie ein Raubmord aussieht, entpuppt sich als Auftakt eines gnadenlosen Serienkillers, welche die stolze Hanse-Stadt wenige Tage vor dem G7-Gipfel in Angst und Schrecken versetzt.

Obwohl sie gerade eine Auszeit in Stockholm nimmt, wird Kommissarin Pristina Recht von Hätgen nach Hamburg gerufen, um die innerhalb weniger Stunden auf insgesamt vier Ritualmorde angeschwollene Mordserie zu lösen. Der leutselige Schrankenhochkurbler Sven Döl wird ohne Nase und Kopf gefunden, der Rangierer Tomte Thomsen ohne linken Zeigefinger und Fußsohlen und die für ihre Ansagen-Nacktauftritte bekannte Gleisdeuterin Antje Verhaufen findet man post mortem mit Blattgold übergossen und schwarzem Fleur du Sel bestreut.

Malcolm Mc O’Donnelly, Chef der Hamburger SOKO Landungsbrücken 5-0, ist alles andere erfreut, als er Pristina Recht wiedertrifft und mit ihr die Erinnerungen. Tief sind die Erlebnisse des vergangenen Sommers eingebrannt (vgl.: Kopfstand auf dem Leuchtturm).

Doch die Zeit drängt. In wenigen Tagen soll der US-Präsident eintreffen und Oskar Hätgen mit ihm den Gipfel eröffnen. Ein Auftritt, der ihm die Kanzlerschaft bringen soll. Recht und Mc O’Donnelly ermittlen unter Hochdruck und fördern ein faszinierendes Geflecht hervor, welches das Zeug dazu hat, die Republik zu erschüttern. Docjh ist der myteriöse Serienkiller ihnen immer einen Schritt voraus und weitet die Mordserie am Bahnnof aus.

Was weiß Valentino, der Fiedler aus Italien? Wieso schweigt die gescheiterte Sporantenörin Sofia auf Bulgarien? Und was hat der blondierte Kim hinter seinem Akkordeon zu verbergen? Und vor allem – was haben alle drei zusammen vierzehn Jahre zuvor in Texas erlebt? Die Spur führt über Bremerhaven, Flensburg, Kiel, Tokio bis nach Houston.

Der schwerste Fall für das ungleiche Ermittlerduo Pristina Recht und Malcom Mc O’Donnelly.

Blurb:

„Liebenswert und amüsant – dabei immer gegen den Strich geschrieben.“ Die Susanne

„Auch im vierzehnten gemeinsamen Abenteuer beiben Recht und O’Donnelly auf Erfolgskurs.“ Die Schellfisch-Woche

„Aktuell und politisch hochbrisant. Klimawandel, Feinstaub- und Dieselskandal wurden selten literarischer verwoben.“ Die Thriller-Chaiselounge

Frank Müller: „Und die Bahnhofsmusikanten schweigen“, 352 Seiten, gebunden, 29,90.

Cover-Inspiration: @daiji_sshr