Thorwart wehrt sich

Sehr „geehrter“ Herr Demuth,

zunächst vielen Dank für Ihr „Schreiben“ vom 21.01.2019, das auf Pfaden, die ebenso verschlungen sind wie die Wege des Herrn, in meine Obhut gelangte.

Als unser allmächtiger Vater die Gaben des Geistes unter seinen Geschöpfen verteilte, steckten Sie, Herr Demuth, wohl in einem der hintersten Ränge fest. Allzu offenkundig spricht aus jeder einzelnen Silbe Ihres eingangs erwähnten Verbaldurchfalls das betrübliche Faktum, dass Sie rein gar nichts begreifen.

Allein schon Ihr an Tumbheit kaum zu übertreffendes Postscriptum entlarvt Sie als einen mehr als infamen Tunichtgut, der noch nicht einmal überreißt, dass der Verlag, für den Sie tätig zu sein vorgeben, meinen Roman schon längst veröffentlicht hat, allerdings an der PR-Front arg lendenlahm vor sich hindümpelt.

Dass fleischgewordenen Relikten aus Krähwinkels Schreckenstagen wie Ihnen nichts Besseres einfällt, als mit wohlfeilem Name-dropping hausieren zu gehen, vermag da kaum mehr zu überraschen.

Nota bene: Des grotesk überschätzten Prollbecks „wegbrechende[r] Essay“ ist nichts weiter als das krude Plagiat eines Besinnungsaufsätzchens, das ich als jugendlich-gelangweilter Spring-ins-Feld auf eine Spiralblock-Kladde gekritzelt habe. Wenn hier also irgendetwas „wegbricht“, kann es sich allenfalls um das allerletzte Fitzelchen Ihres ohnehin nur im mikroskopischen Maßstab vorhandenen Urteilsvermögens handeln.

Im Zusammenhang mit Ihrer weiteren beruflichen Laufbahn sollten Sie bedenken – sofern Sie dazu im Stande wären -, dass Ihresgleichen schlichtweg nicht in der Lage ist, erzählerische Brillianz zu identifizieren, selbst wenn diese mit dem Zaunpfahl nicht nur winken würde, sondern Ihnen denselben mit Verve über die Rübe zöge.

Nunmehr ebenso erschöpft wie sprachlos,

Trenk-Javier Thorwart