Urban Crush

Hertha Vollrain: Urban Crush

 

Für jene, die die Entwicklung des zeitgenössischen Romans mit Interesse verfolgen, ist sie schon längst kein unbeschriebenes Blatt mehr: Hertha Vollrain.

Überraschte sie vorletztes Jahr pünktlich zur Frankfurter Buchmesse mit dem ungewohnt sperrigen Erzählzyklus „Dämmerzustände. Eine Annäherung in 24 Vigilien“, legt die einstige Streetworkerin, Zugehdame und Kaffeerösterin nunmehr ein geradezu prototypisches Exempel des eigenen Erzählstils vor.

„Urban Crush”, angesiedelt diesseits und jenseits des großen Teichs, spiegelt das pralle Leben der Generation Y – mal in Manchester oder Manhattan, mal in Berlin oder Baltimore, mal in Lissabon oder Los Angeles, mal in Den Haag oder Denver.

Vollrains Blick auf ihre Twenty-Something-Protagonisten wahrt in charmanter Weise augenzwinkernde Distanz, ohne Ross und Ole, Tiffany und Svantje, Wim und Kelly, Dolores und Ruud jemals der Lächerlichkeit preiszugeben. Eben jener zutiefst warmherzige Humanismus zeichnet die beinahe archaisch anmutende, weitgehend auktoriale Erzählhaltung aus, die dieser bei aller menschlichen Schwäche grundsympathischen Ansammlung von Millennials und Digital Natives – ebenso wie dem Leser – einen wahren Parforceritt durch sämtliche Facetten emotionaler Irrungen und Wirrungen zumutet, der aber das Licht am Ende des Tunnels nie aus dem Auge verliert. 

Mit „Urban Crush” gelingt Hertha Vollrain kein geringeres Kunststück als ein authentisches Sittengemälde unserer Zeit und zugleich eine transatlantische Bestandsaufnahme der Liebe in Zeiten von Trump und Brexit, Gauland und Orbán, Klimawandel und Rentenreform, Datenmissbrauch und Bleistiftspitzer-Skandal. 

Selten hat man, noch ehe die Veräußerung der Filmrechte für einen Roman auch nur angedacht war, so entrückt geseufzt: „Ganz großes Kino.“ 

 

Hilmar A. Baggenblas

 

 

Blurb:

 

„Ein Roman wie ein Bionade-Picknick auf einer Blumenwiese in der Frühlingssonne. Perfekte Gute-Laune-Lektüre!“ (Die Susanne)

 

„Hinter der Mimikry des vordergründigen Schein-Kitsches lugt der so selten gewordene Wille zum Existentiellen hervor.“ (Spiegelzeiten)

 

„Totally!“ (The Frisco Post)

 

Tämä on niin absurdia, että kukaan ei usko.” (Helsingin Korrismänen)

 

 

 

 

Hertha Vollrain: „Urban Crush”, CrazyLiveBooks, 212 Seiten. € 19,99